- Barcelona, Spanien
Der Sage nach wurde "Barcino" von dem Vater von Hannibal aus Karthago gegründet, dann kamen die Römer und im Mittelalter war die Hauptstadt des Königreiches Aragonien und eine wichtige See- und Handelsmacht mit Kolonien auf Sardinien und Sizilien. Die Stadt eignet sich wunderbar für einen Spaziergang durch die Geschichte, vom Zentrum um die Plaça de Catalunya aus, sind zu Fuß die römischen Ruinen, die mittelalterliche Stadt und die moderne Planstadt Eixample zu besichtigen. Im Barri Gotic, dem gotischen Viertel und historischen Stadtkern, stehen zahlreiche schöne architektonische Zeugnisse der mittelalterlichen Königs- und Handelsstadt wie La Catedral, die Kathedrale der heiligen Eulalia, der Placa del Rei und das Rathaus. Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Barcelona eine eigene Form des Jugendstils, die modernisme genannt wird. Ihr prominentester Vertreter, Antoni Gaudí, hat etliche berühmte Gebäude hinterlassen, dazu zählen u. a. die Casa Milà, der Palau Güell und der Parc Güell, die seit 1984 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen. Erleben sollte man aber auf jeden Fall Las Ramblas, eine breite Allee, die vom Zentrum bis zum Hafen führt. Sie ist bis spät in die Nacht voller Menschen, es gibt dort zahlreiche Blumen- und Vogelverkäufer, Zeitungskioske, Straßenmusikanten, Akrobaten, Cafes und Restaurants.
- Cannes, Frankreich
Touristisch gesehen bietet Cannes zwar nicht so viel wie Nizza, Monaco oder Marseille, aber Cannes steht nun mal für zwei Wochen im Mai mit den Filmfestspielen im Mittelpunkt. Die einstige kleine Fischerstadt hatte Anfang des 19. Jahrhunderts nur 3.000 Einwohner und war im Besitz von Mönchen bis ein englischer Adliger die Sommerfrische entdeckte und alle seine Bekannten nachzogen. Wo immer ein Haufen Engländer auftaucht, wird es spätestens nach vermehrtem Alkoholgenuss lauter, voller und ungemütlicher, und seien sie noch so vornehm. Heute ist das 200.000 Einwohner zählende Cannes das Zuhause des Glamours, zahlreicher großer Festivals und regelmäßiger Konferenzen mit der höchsten Dichte an 4- und 5-Sterne-Hotels in ganz Frankreich, bezogen auf die Einwohnerzahl.
- Florenz/Pisa (Livorno/La Spezia), Italien
Die wichtigste toskanische Hafenstadt gilt als idealer Ausgangsort, um einige der schönsten Städte Italiens, wie Florenz, Siena und Pisa, kennen zu lernen. Livorno selbst war im 17. Jahrhundert ein beliebtes Seebad, heute steht der Hafen mit Fährverbindungen nach Korsika und Sardinien im Mittelpunkt. Hafenarbeiter gründeten hier 1921 die Kommunistische Partei Italiens, in ganz Italien berühmt-berüchtigt ist die "linguaccia livornese" (sinngemäß "böse Zunge"), die boshaft und zynisch selten ein Blatt vor den Mund nimmt. Gegen die anderen Kulturstädte der Toskana fällt Livorno aber deutlich ab. Wenn Sie in der Gegend sind, sollten Sie auf jeden Fall Florenz erkunden, vom Glockenturm des Doms hat man einen tollen Blick über die Stadt.
- Rom (Civitavecchia), Italien
Civitavecchia war schon Hafen der antiken Stadt Rom, je nach Verkehrslage dauert die Fahrt etwa eine Stunde. Rom hat mehr historische, architektonische und spirituelle Seiten, als man in einem ganzen Leben entdecken könnte, suchen Sie sich Ihre persönlichen Highlights raus und genießen Sie ansonsten La dolce vita - z.B. in einem der schönen Cafes am Campo di Fiori.
- Neapel, Italien
Das Herz Neapels ist die von der UNESCO zum Kulturerbe erklärte Altstadt, deren engen Gässchen zu geheimnisvollen Kirchen, Katakomben und unterirdischen Höhlen führen. Zwischen Kunsthandwerkern, flatternder Wäsche und schreienden Fischverkäufern offenbart sich dem Besucher noch heute die alte neapolitanische Volkskultur. Im 17. Jahrhundert war Neapel mit rund 300.000 Bewohnern die nach Paris zweitgrößte Stadt Europas. Die Bucht von Neapel wird von der sorrentinischen Halbinsel, dem Vesuv, den Hügeln des Vomero und Posillipo umgeben. Bei klarem Wetter kann man die Inseln Capri, Ischia und Procida sehen. Nicht weit entfernt liegen die archäologischen Ausgrabungen von Pompeji und Herkulaneum sowie die traumhafte Amalfiküste.
- Venedig, Italien
Die Lage inmitten der Lagune verleiht Venedig den Reiz eines zauberhaften Wasserschlosses, die Stadt ist einzigartig: gelegen auf 117 Inseln wird sie durch zahlreiche Kanäle verbunden. Im Mittelalter eine Weltmacht, ist Venedig heute die Nummer 1 auf der UNESCO-Liste der schützenswerten Kulturdenkmäler des Kontinents. Auch, wenn es bereits Millionen gemacht haben -Venedig ist immer noch Ziel Frischvermählter aus aller Welt. Die Stadt übt einen einzigartigen Zauber aus, nicht nur auf hoffnungslos romantische Paare. Gerade im Winter, wenn nicht so viele Touristen da sind, zeigt sich Venedig in einem ganz besonderen Licht. Der Karneval gilt wegen seiner Maskenvielfalt als besonders farbenfrohes Schauspiel.
- Ravenna, Italien
Auf eine lange Geschichte zurückblickend ist Ravenna, die einstige Hauptstadt des Weströmischen Reiches, eine einzigartige Kunststadt. Bedeutende Bauwerke aus der Zeit des Umbruches von der Antike zum Mittelalter mit dem originalen Mosaikenschmuck des 5. bis 7. Jahrhunderts bestehen bis heute. Viele fürstliche Bauten wie zum Beispiel die Kirchen San Vitale und Sant'Apollinare Nuovo sowie zwei Baptisterien lassen nicht nur Kunstliebhaber staunen. Mit jeder Sehenswürdigkeit in der von der Völkerwanderung geprägten Stadt erlebt man ein Stück Historie. Nette Cafés gibt es an der Piazza del Popolo im Stadtzentrum, zum Einkaufen laden die elegante Einkaufstraße Via Cavour sowie die Piazza Costa mit einer kleinen sehenswerten Markthalle ein. Als Ort an der Adria bietet Ravenna natürlich auch Sonne, Strand und Badespaß.
- Split, Kroatien
In der größten und bedeutendsten Stadt Dalmatiens gibt es eine Vielfalt an archäologischen, historischen und kulturellen Denkmälern.
Der Diokletianpalast, der noch heute den Kern der Altstadt von Split bildet, wurde sogar in die UNESCO-Liste aufgenommen. Der Aufstieg auf seinen Glockenturm mit 200 Stufen ist hart, aber lohnt sich: Oben angekommen hat man eine herrliche Aussicht über die Stadt und die Küste. Am Nordportal des Palastes steht die Statue des Bischofs Gregor von Nin. Der Legende nach bringt es Glück seine große Zehe zu berühren. Nach unzähligen Streicheleinheiten glänzt sie nun als sei sie aus purem Gold.